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Death to Infidels 2010

Februar 1, 2010

Ladies and gentlemen, from the United States of America, all hail Manowar!”, nach einer standesgemäßen Symphonie-Overtüre, die genauso hätte ein römisches Wagenrennen/Gladiatorenkampf in einem ausschweifenden Antik-Monumentalfilm einleiten können begann die zweistündige dezibelskalensprengende Metalorgie mit den markanten Worten des amerikanischen Filmregisseurs Orson Welles (u.a. Citizen Kane) in der Hannoveraner AWD Hall. Den Opener bildete das brachiale Call to Arms, nachdem sich die Warriors bewaffnet hatten zogen sie weiter durch ihr Repertoire, u.a. Sons of Odin sowie Warriors of the World, geradezu sentimentale Töne wurden bei Swords in the Wind angestimmt. Wind ist allerdings hier Stichwortlieferant: Trotz der kuscheligen Indoor-Atmosphäre in dem AWD-Kolosseum sowie den bierseligen Temperaturen hatte man als Immortal den Eindruck einem Wind ausgesetzt zu sein, trotz meiner Poser-würdigen Oropax konnte man den Sound am ganzen Körper spüren, Metal durch Mark und Bein, streckenweise schien es fast man würde sich unter Wasser bewegen, aber bei einer Band die laut Guinnesbuch louder than hell spielt, reine Gewöhnungssache;) Obligatorisch wurde Manowar-Style Bier-getrunken (Bierdose aufmachen, übern Kopf gießen, hoffen, dass was in den Mund kommt, leere Dose verwerfen, rotzen), Deutschland als Heimatland von Bier, Sex und Metal redefiniert, Fans auf die Bühne zum The Gods Made Heavy Metal-Rocken geholt und Poser bestraft, diese waren tatsächlich gekommen und hatten es gewagt Bierbecher auf die Bühne zu schmeißen, wurden aber kurzerhand von Joey DeMaio sourverän der Halle verwiesen. Gewöhnungsbedürftig – allerdings nur optisch – war das Ersetzen von Scott Columbus am Drum-Set durch Donnie Hamzik, dieser hatte bereits in den 80ern für Manowar geprügelt. Insgesamt eine würdige Veranstaltung, streckenweise pathetischer als ein Gottesdienst im Petersdom in Rom, aber wenn man versucht nicht alles für bare Münze zu nehmen sind Manowar die Kings of Metal.

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Eine Buchempfehlung

Januar 25, 2010

»So ungefähr die größenwahnsinnigste, rasanteste und perfekteste Space Opera, die sich ein deutscher Autor bis dato einfallen ließ.«

Andreas Eschbach dürften allen Freunden gepflegter fantastischer Unterhaltung ein Begriff sein (u.a. Das Jesus-Video, die unselige Verfilmung nicht berücksichtigend), als deutschsprachiger Autor hat er mit vielen Titeln, angesiedelt im Fantasy/Science Fiction sowie Thriller-Bereich bereits einiges an internationalem Renomee einheimsen können. Freunden geballter Science Fiction in der Tradition der klassischen Space Operas sei sein überaus lesenswerter Wälzer Quest ans Herz gelegt, hier treffen alle Elemente aufeinander die das futuristische Genre insbesondere in den 80ern im Kino populär machten: Mächtige Wesen, gigantische Raumschiffe, spektakuläre Action, exotische Welten, eine obligatorische Liebesgeschichte und nicht zu letzt ein philosophischer Unterbau: ein abgehalfterter Weltraumpatriarch begibt sich mit seinem gigantischen Raumkreuzer – der Megatao – auf die Suche nach dem Ursprung des Lebens im Universum, von diesem wahnwitzigen Gedanken geblendet geht auf über Leichen, ein Mönch, der einem Orden angehört, die jahrtausende altes Wissen verwahren wird mehr oder weniger freiwillig in dieses Himmelfahrtskommandos verwickelt und wirft kurzerhand sein Zöllibat-Gelübde über Bord. Interessant ist auch wie die gesellschaftliche Hierarchie in dieser entfernten Zukunft, in der die Menschen und viele andere Wesen den Weltraum gleichermaßen bevölkert haben erschreckend an aktuelle terrestrische Verhältnisse erinnern: Kompetenzgerangel, Macht, Korruption, Standesdünkel scheinen zeitlose Konstanten. Dieser Wälzer nimmt einem mit und zieht den Leser in seinen über 500 Seiten schließlich mit zu dem Ort, an dem das Leben seinen Ursprung fand…(?)… der Weg dahin ist aber alles andere als langweilig, gigantische Tempelanlagen auf kargen Planeten werden bombardiert, wuchernder Dschungel durchsetzt mit schneckenartigen Ungetümen versperren den Protagonisten den Weg und über allem thront – nomen est omen – der titelgebende Captain des Schiffes – Quest, eine todkranke Gestalt, von einem wahnwitzigen Gedanken getrieben…

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Spielemagie

Januar 5, 2010

Nach langer, langer Phase der pubertierenden Ignoranz, die sich auf dem Niveau bewegte, meine Konsole zaubert mehr Polygone auf den Bildschirm als deine – habe ich mich nun ca. 40 Stunden der Welt von Final Fantasy VII gewidmet, ein Ende scheint nicht in Sicht: Eine gigantische Welt – Gaia – dominiert und de factor regiert von dem Megakonzern Shinra bietet eine Fülle an Herausforderungen, unerwarteten Storywendungen, naturphilosophischen Ansätzen und bildschirmfüllenden, zu beschwörenden Ungeheuern. Untermalt von einem zeitlosen Soundtrack schlägt das Abenteuer auch mehr als 12 Jahre nach seinem Deutschland-Release auf der PlayStation den geneigten Spieler in seinen Bann: Aus spielehistorischer Sicht ist die Verbindung von Grafik, Musik, Spielbarkeit und Storytelling in dieser Ausgeprägtheit hervorzuheben, 1997 verfügten die meisten bundesdeutschen Haushalte noch über ihre mit Steckmodulen gesegneten 16-Bitter aus dem Hause Sega sowie Nintendo, Sony begann aufgrund dieses Titels sich nach und nach den weltweiten Spielemarkt zu erschließen, das unter der Leitung von Hironobu Sakaguchi entstandene, drei Discs umfassende Rollenspiel hätte in dieser Form nur schwerlich auf einem Modul für das Nintendo 64 – wie ursprünglich geplant – realisiert werden können. Faszinierend ist zudem, dass im Vergleich zu anderen zeitlgeichauf dem CD-Medium erschienen Spielen die Ladezeiten sich dank konstantem Datenstrom sich relativ im Rahmen halten.

Die gigantische Welt bemüht sich vieler archaischer Mythen, etwa dem, dass lange vor der heutigen Menschheit eine wesentlich weiterentwickeltere Form dieser exisitierte, dass der Planet über eine Art lebendigen und schützenswerten Geist verfügt sowie, dass Magie auf Basis der klassischen vier Elemente sich der Mensch nutzbar machen kann – positiv wie negativ. Interessant ist zudem, dass der Titel keinem literarischen Genre exakt zugeordnet werden kann, es beherbergt sowohl Fantasy- als auch Science Fiction-Elemente sowie zahlreiche Elemente deren Subgenres, etwa dem Steampunk. Technikfreaks dürfen ein Hoovercraft, ein Luftschiff ein U-Boot, eine Rakete und – natürlich – ein Chocobo zur Fortbewegung nutzen. Star Wars-Fans werden die eine oder andere Anspielung entdecken, und Barret erinnert mich an B.A. vom A-Team. Insgesamt bis jetzt – man soll das Spiel nicht vor dem Abspann loben – ein herausragender Titel, Interessenten sei aber zu der US- oder UK-Variante geraten, die deutsche Übersetzung ist ein Witz.

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Frohes Festtage!

Dezember 23, 2009

Wer auf das Bild klickt findet die Stille Nacht-Version von Manowar:)

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Dawn of Battle

Dezember 7, 2009

Let’s all stand together for the world to see
Now the time is right to live out all our dreams
Say the words forever, your strength will never leave
If you want to win the fight, say “I believe”
If you want to win tonight, say “I believe”

(Manowar)