Weblog-Archiv für 27. Januar 2008

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Beyond Good & Evil

Januar 27, 2008
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2003, Ubi Soft veröffentlicht das Genre-Intermezzo Beyond Good & Evil für Nintendos vierte Heimkonsole. Kritiker werfen dem Action-Adventure vor, es handle sich um ein Flickwerk aus diversen genretypischen Versatzstücken, allen voran The Legend of Zelda – insbesondere dessen 3D-Ableger seien systematisch demontiert und von den Rayman-Verantwortlichen rearragniert worden. 2008, nach Abarbeiten einer dreistelligen to do-Liste rotiert die GameCube-Disc in einer relativ kleinen Bremener Wohnung und entführt audiovisuell auf hohem stilistischen Niveau ins sphärische Hyllis: Piano-Klänge untermalen streckenweise Passagen des im 16:09-Format präsentierten Games, die Kämpfe kommen einem durchchoreographiertem Tanz gleich, die Story lebt von einer politischen Verschwörung die es journalistisch aufzuarbeiten gilt, es gilt ein Hovercraft-Boot zum Raumschiff aufzurüsten und seinem Sidekick – einem sprechenden Schwein – ein geduldiges Ohr zu schenken. Ursprünglich war das unter der Federführung des bewährten Michael Ancel entstandene Werk auf mehrere Teile ausgelegt, ein in sich nicht befriedigend abgeschlossenes Ende lässt ebenfalls auf eine Fortsetzung des Abenteuers um Reporterin Jade schließen…doch gut Ding will Weile haben, so scheint es zumindest. Erschienen ist Beyond Good & Evil damals auch auf Sony- und Microsoft-Systemen, ebenso lässt sich eine PC-Version des Titels auftreiben. Spielerisch unkonventionellere Naturen sowie Zocker mit einem Faible für das exotischere Ambiente sei mit dem französischen Genre-Mix ein durchaus gelungener Versuch das Medium Computer- und Videospiel mit der klassischen Kunst zu verbinden, ans Herz gelegt.